So wie im Jahr 2005 stand auch in diesem Jahr als erster Prüfstein für die Schwalbe-TOUR-Transalp das Amstel-Gold-Race auf dem Programm.
Wie der Zufall es wollte, kreuzten sich meine Interessen mit denen von Björn Müller vom Prostyle, und so nutzte Heiner und ich die Gelegenheit zum Amstel-Gold-Race - Cycle-Camp.
Sieben weitere Mitstreiter trafen sich Freitag, den 15.4.2011 bei Sonnenschein auf der Terrasse im Kasteel Terworm und wurden von Björn begrüßt. Ursprünglich sollte Steffen Wesemann das Camp mitbegleiten, aber spontane Terminprobleme führten zu seiner Absage.
Björn Müller, mit ausgezeichneten Kontakten zur Profi-Szene, hatte Ex-Profi Björn Glasner mitgebracht.
Kein Ersatz, sondern wie sich kurz später zeigte, eine echte Bereicherung dieser Runde.
Nach kurzem Briefing über das bevorstehende Wochenendprogramm fuhren wir gemeinsam eine lockere Runde, bei der wir auch unsere Startnummer für das Amstel-Gold-Race abholten. Ab 19 Uhr gabe es für uns ein kalt, warmes Buffet in einem separaten Raum des Hotels, in dem wir uns ungestört über viele Gegebenheiten aus der Radsportszene unterhielten. Die beiden Björn's gaben uns vielseitige Tipps für das anstehende Rennen und anhand von Steigungsprofilen/Streckenplänen wurden wir auf Besonderheiten aufmerksam gemacht.
Samstag - früh aufstehen, frühstücken, umziehen, die Rennräder auf den Dachgepäckträger und mit zwei Autos los, um in Zielnähe zu parken.
Von dort rollten wir zusammen ca. 3 km zum Start, und die drei 250-km Starter fuhren direkt los, da sie schon recht spät dran waren.
Der Rest war für die 150 km gemeldet und Sascha, ein Freund von Björn, gesellte sich noch zu uns.
Wir waren uns direkt einig, dass für uns die Zeitnahme zweitrangig war und wir die Strecke gemeinsam fahren wollten.
An einigen Passagen mehr sportlich und mit Ehrgeiz, auf anderen Abschnitten dann eher verhalten mit Blick für die Landschaft.
Statt an den offiziellen Verpflegungsstellen anzustehen, um uns zu versorgen, zogen wir es vor im Cafe "Moeder de Gans" einen ausgiebigen STOPP mit Cafe und Apfelkuchen einzulegen. Den Cauberg und die Ziellinie erreichten wir alle (fast) in der gleichen Sekunde. ;-)
Auch die Langstrecken-Starter kamen ohne Panne als strahlende Finisher ins Ziel.
Alles perfekt gelaufen an diesem Tag und beim Abendessen saßen sehr zufriedene und gesprächige Akteure.
Der Sonntag stand dann ganz unter dem Motto - ... mal sehen was die Profis so drauf haben.
Durch den sehr begrenzten Radius der Streckenführung für das Profirennen
hatten wir an mehreren markanten Stellen die Möglichkeit das AGR-Peloton zu sehen.
Wie die Bilder deutlich zeigen - auch die müssen sich an den extremen Steigungen quälen - so wie wir am Vortag!
Abschluss eines sehr gelungen Wochenendes waren natürlich "belgische Fritten" in Kelmis.
Björn - besten Dank für das kurzweilige Wochenende
Kleine Reflektion von Heiner zum PROSTYLE Amstel-Gold-Race Cycle-Camp:
Das Kasteel Terworm, ausserhalb von Heerlen, unser Treffpunkt und Herberge für die nächsten Tage, liess meiner anfänglichen Skepsis keine Chance.
Ein altes Wasserschloss im Grünen, traumhaft gelegen. Eine perfekte "fiets locatije".
Skeptisch war ich aufgrund der strikten Radwegbenutzungspflicht in Holland, auch bei Großveranstaltungen wie dem Amstel
Gold Race. Bei mehreren Tausend Teilnehmern, dann auch noch mit Zeitnahme, plus einer sehr verwinkelten Streckenführung sind in der Regel die Garantie für große Hektik und unschönen Stress.
Und genau den, wollte ich auf keinen Fall.
Er kam auch nicht auf. Sondern Freude und Begeisterung. Egal, ob auf der entspannten Freitagsrunde in Begleitung von Ex-Profi Björn Glasner, auf der wir unterwegs die Startnummern abholten, oder am Samstag beim Jedermann Gold Race, wo wir zu fünft, sportlich, aber nicht verbissen die 150km durchs Mergelland, nebst Einkehr bei "Moeder de Gans" genossen.
Genauso wie am Sonntag wo wir per Rad an verschiedenen Punkten den Qualen der Profis nachspüren konnten. Cafe Stopp am Eyserbosweg natürlich nicht zu vergessen. Ralfs Friture in Kelmis als finalen Abschluss natürlich auch nicht.
Perfekt! Dank u well, Herr Müller, tot de volgende keer!
Erinnerungen von Matthias:
Also meine Eindrücke vom Amstel Gold sind durchweg positiv und bleibend.
Ich habe ein Rennen mit einer tollen Landschaft und immer wieder wunderbaren Ausblicken in Erinnerung. Das Finale mit Bergankunft vor einer großen Kulisse war die Krönung. Die Atmosphäre im Feld war absolut entspannt. Die Versorgungspunkte waren bestens organisiert.
Insgesamt war hier ein vernünftiges Preis Leistungsverhältniss. Das betrifft im übrigen auch die Möglichkeit der Foto´s, für zwanzig Euro eine volle CD, das gibt es m.E. nicht allzu oft.
Schade waren nur die manchmal etwas dürftige oder unübersichtliche Ausschilderung und das etwas wenige Straßen sperren(volle Radwege).
Auf jeden Fall war es eine anspruchsvolle und fordernde Herausforderung, welche man nicht unvorbereitet angehen sollte.
Kommentar von Andreas:
Das Wochenende war der Knaller, hat alles gepasst.
Anmerkung von Dirk:
Mit einer Vorbereitungszeit von ca 200km in den Beinen machte ich mich auf den Weg nach Holland.
Das es dort Berge (Hügel) gibt hätte ich nicht gedacht. Ich war der Meinung, dass man von der Deutsch/Holländischen Grenze bis zur Nordsee freie Sicht hat.
Da wurde ich aber des Besseren belehrt.
Aber durch den Zusammenhalt der 150 km Gruppe habe ich auch diese Strecke bewätltigt. Am heftigsten war für mich der Cauberg( kurz, aber mächtig steil).
Hier sind viele Radler abgestiegen, aber ich habe mich dort hochkämpft!